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1000 Fragen

Ich bin gerade was philosophisch kreativ. Aber kann man das so sagen. Woher will ich wissen, ob sich nicht andere viel mehr Gedanken machen. Weiß ich ja nicht. Ich hab noch 1000 Fragen, doch ich weiß, dass es nichts bringt Antworten zu haben, weil die einem eh das sagen, was man schon weiß. Eigentlich macht es keinen Sinn sich über etwas Gedanken zu machen. Hinterher ist man so schlau wie vorher. Nur dass man dann weiß, dass man so schlau wie vorher ist.

Ich frage mich, was würde jemand sagen, der schon seit 1000den Jahren hier lebt. Der immer up-to-date gewesen ist, der mit allen Menschen gesprochen hat aus allen Kreisen. Was würde der mir erzählen können. Bringt es was, dass sich die Menschheit fortentwickelt? Gibt es einen Fortschritt? Welche Zeit, war die coolste in der er gelebt hat? Was würde er sagen?
Vermutlich eh: Toffi, was soll das? Hör auf dir über sowas Gedanken zu machen. Ich habe keine AHnung. Das ist alles so wie es ist.

Und dann wüsste ich genauso viel vorher. Wenn es kein besser und kein schlechter gibt, gibt es auch keinen Unterschied zwischen Wissen und Nicht-Wissen. Nichts ist erfassbar, alles ist unendlich. Wir werden nie etwas ergründet haben, wo ist dann der Sinn loszulaufen. Wir drehen uns nur im Kreis.

Wo ist der Sinn ein Buch zu schreiben. Wenn ich all meine Erfahrungen, all mein Wissen weitergeben will und andere diese Lehren übernehmen, leben sie dann leichter? Oder stellen sie sich dann nicht nur noch mehr Fragen? Ist das nicht ein wackliges Gerüst, ein wackliges Fundament auf das unser Wissen aufgebaut ist. Wir bauen immer weiter nach oben, immer weiter in den unendlichen Himmel. Wann stürzt das alles mal ein?. Wann erkennen wir, dass es nichts bringt so einen Turm zu bauen. Warum versuchen wir es dann? Aus Langweile? Weil wir nicht wissen was wir sonst machen sollen?
Warum mach ich mir so Gedanken? Würde nur ich so denken, liegt es an meinem Leben, an meinem Erfahrungsschatz und meiner Gehirnstruktur, dass ich auf den Gedanken gekommen bin? Kommt ein anderer auch mal darauf. Jetzt ? gestern? wann?
Warum fass ich den Gedanken? Warum schreibe ich ihn auf? Morgen hab ich ihn eh wieder vergessen, hätt ich ihn nicht aufgeschrieben? Oder bau ich darauf auf? Zieh ich jetzt daraus meine Schlüsse? Bin ich morgen schlauer? Kann man der Unendlichkeit eigentlich näher kommen?
Was ist schon eine hohe Zahl zur Unendlichkeit. In der Mathematik mag sowas vielleicht sinnvoll sein, aber wie ist das.. wenn alles unendlich ist, und wir versuchen unser Wissen seit Jahrtausenden zu erweitern? Sind wir wirklich weitergekommen?
Wir werden nie das Unendliche erreichen, wozu dann es versuchen? Will der Mensch gerne scheiten? Das Unmögliche versuchen? Ist das so toll?

Macht es Sinn Tagebuch zu schreiben? Macht es Sinn Gedanken, Zeit, Momente festzuhalten, durch Bilder, Videos, Schrift und Sprache.
Schleißlich haben wir über tausende Jahre nach diesen Medien gesucht. Und nun haben wir die Möglichkeit, wir haben mittlerweile das Internet. Sind wir jetzt der Unendlichkeit schon nahe? Was soll denn nochkommen? Eine direkte Vernetzung unserer Gehirne? Das alle Menschen ihr Wissen ballen können ohne es durch die Sprache zu verfälschen. Das alle Erkenntnis aller Menschen zusammenkommt aller Jahre. Was würde man dann wissen? Wo wäre dann unsere Individualität, wenn jeder alles weiß. Wenn alle Gehirne miteinander vernetzt sind, was wäre das Ergebnis? 0 NULL ? Gleicht sich alles aus und am Ende kommt nichts raus?
Ist unser Leben dann nicht wie eine Gleichung. Bei allem was wir tuen sind wie bemüht alles so wegzukürzen dass Null raus kommt? Ist das unser Bestreben? kann man meiner Denkweise folgen? kann ich es morgen noch?

Was können schon unsere Erfindungen, die unser Leben vereinfachen sollen? Sie geben nur noch kompliziertere Probleme. Wir müssen daher immer intelligenter sein, um in unserer Welt klar zu kommen. Alles wird komplizierter. Wie viel geht in unser Gehirn, wann haben wir unsere Welt so kompliziert gemacht, dass wir nichts mehr begreifen? Oder sind wir bereits da? Wie lang noch und unser Turm fällt zusammen.
Ich hab mal gehört: Die einen behaupten, wenn man alles auf der Welt erklärt hat, verschwindet es und es wird durch etwas tausendfach komplizierteres ersetzt. Andere behaupten, dies sei längst geschehen.

Ist es nicht so, dass wir mit jedem Lern-/Denkfortschritt in dem wir etwas begreifen es verschwindet und es durch etwas 1000fach komplizierteres ersetzt wird? Und so weiter? So wird nie alles greifbar sein. Warum dann die Hand ausstrecken? Warum lernen, reicht diese Weisheit nicht? Kann diese Weisheit überhaupt existieren, wenn nichts greifbar ist? Aber wenn die Weisheit nicht existiert ist auch nicht klar, dass nichts greifbar ist.
Und das wird mir jetzt zu kompliziert. Wo ist das greifbare?
Gibt es überhaupt Weisheiten? Warum?

Reisst der Gedanke nicht schon so am Gerüst, das es droht einzustürzen`? Aber wie oft wurde der Gedanke schon vor mir gefasst? Vor wie viel Jahren hätte so schon die Welt untergehen können?
Doch was bringt es zu antworten. Fragen suchen nach Antworten und Antworten ergeben neue Fragen. Fängt man einmal an seine Fragen zu beantworten hat man wieder neue. So ist einem nie langweilig. Wenn ich mir keine Fragen stelle, was mach ich dann. Kann ich das überhaupt? Wie viele Fragen stelle ich mir am Tag? WIe viele Antworten finde ich ? Wo finde ich die? Aus der Natur, aus der Schule, aus Gesprächen aus der Musik,TV sonst was?
Warum will ich meine Fragen beantworten, wenn ich dann doch nur wieder neue bekomme? Langweilen mich irgendwann meine alten Fragen? Warum kann ich es nicht bei den alten belassen? So und so bin ich immer auf der Suche. Fühl ich mich intelligenter, wenn ich mir mehr Fragen beantwortet habe? Kann man sich an Fragen messen? Kann man sich überhaupt messen? Ja physisch. Aber warum? Warum war es uns so wichtig zu messen? Einheiten zu finden? zu vergleichen? Darauf bauen wir auf mit unserem Fortschritt, mit unserem Turmbau. Was wollen wir demnächst erfinden, und wozu führt es uns? Was werden die Menschen in 100 Jahren denken? Worüber werden sie nachdenken? Was ist zeitgemäß?
Was ist Zeit? Wieso den Tag messen? In Stunden, Minuten, Sekunden?
Wer denkt spätestens hier, was ist das für ein Idiot. Das macht doch alles seinen Sinn. Sinn? Ja ich weiß nicht was Sinn macht. Die Sinnlosigkeit erscheint mir genauso sinnvoll, wenn sie mir nicht zu langweilig wäre auf Dauer.
Sinnlos ist das für uns, was keine Antworten gibt, was uns nicht weiterführt, was uns stehen lässt. Folgen wir dem Sinn drehen wir uns auch nur im Kreis, und wir sind da wo wir vorher sind. Wie kann man dann sagen es gibt sinnvolles und sinnloses? Was ist ja und nein, was ist links und rechts. Es ist alles gleich. Es ist alles bedeutungslos und daher gleich. Wozu differenzieren, wenn wir begreifen, dass es sinnlos ist? Aber wenn es sinnlos ist, ist es ebenso sinnvoll und eigentlich egal. Wozu das hier alles lesen? Ist es nicht langweilig? Gibt es langweilig? Wie kann langweilig existieren, wenn andere dinge auch nicht existieren. Wenn ja und nein = 0 sind. Gehen wir an alle Anfänge, ans Fundament, von hier erscheint der Himmel genauso weit weg, wie von oben. Hier wissen wir aber noch von nichts. Keine Sprache. Kein Unterscheiden, keine Instinkte. Nur eine existenz des Körpers.
Welches Baby kommt auf die Welt und denkt, mir ist langweilig? Langweile gibts noch nicht. Alles ist leer. Warum soll das Baby erlernen? Warum sich fortentwickeln? Warum soll dies die Menschheit tuen? Schließlich wird das Kind erwachsen und stirbt. Wie siehts mit der Menscheit aus? Wann ist sie so erwachsen, dass sie wieder Kind sein möchte? Wann stirbt sie? Wird sie Selbstmord begehen? Wird sie an Altersschwäche sterben? Wird sie getötet werden?
Wie sterben wir aus?

Ich hab noch 1000 Fragen. Wenn ihr Antworten habt, gebt sie mir oder auch nicht. Das müsst ihr ja wissen, wenn ihr die Antworten habt. Noch langweilen mich diese Fragen nicht.
Und langweilst du dich?
Doch eigentlich kenne ich keine Langweilie, ich kenne keine Fragen, keine Antworten, ich will sie nicht kennen ich will kein Chaos. Umso mehr ich weiß, umso weniger weiß ich und umso mehr weiß ich, dass ich nichts weiß. Und andere wissen auch nicht mehr, es sei denn sie wissen weniger. Also ich will nichts wissen, dann weiß ich mehr.
Klingt nicht sinnvoll ist es aber? Wenn man weiß was Sinn heißt. Ich weiß es nicht, du auch nicht. Keiner.
Erinnert mich an den versuch das "Nichts" zu erklären.
Das Unendliche und das Nichts sind einfach als ungreifbar zu erkennen, glaube nicht, dass andere Dinge jedoch greifbar sind, nur weil du sie sehen kannst.

Ich weiß nur
Ich bin Mr.T und bin Nachtelfirokese!
25.5.08 21:24
 


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bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Hong / Website (26.5.08 21:53)
oha..... das ist ma wieder ein sehr langer Eintrag gewesen....
muss erst mal alles irgendwie sacken....
du BIST ein kleiner Philosoph ; )

wenn der Mensch keine Fragen hätte, dann wäre er kein Mensch...... irgendwo ist bestimmt alles ergründbar.... und nen Sinn gibt es mehr oder weniger bestimmt auch immer.....
und ja, wir "wachsen" ja jeden Tag mit unseren gemachten Erfahrungen.... der eine mehr der andere weniger.....
Fragen haben immer irgendeinen Sinn..... aber muss und will man überhaupt alles ergründen? muss und will man überhaupt alles wissen?
ich denke, dass es manchmal ganz gut ist, wenn man nicht alles ergründet und weißt.... vieles interessiert den einen, den anderen wiederum wieder nicht.... aber das ist ja wieder von Mensch zu Mensch unterschiedlich...... das muss halt jedes Individuum für sich selber wissen und entscheiden.....

Kuss, Hong

PS: was ist ein Nachtelfirokese?


no.perfect.world / Website (16.7.08 01:06)
wenn dieser mensch der seit 1000 jahren hier ist, dir so eine antwort gibt, dann scheint er entweder nichts wirklich zu wissen oder aber er hat einfach keine lust. Selbst Leute die Hundert werden, erzählen dir gern. Von den Sachen die sie erlebt haben, den 1000 Jährigen gibts nicht, aber die 100 Jährigen, frag doch mal die. Die sagen bestimmt nicht, es ist alles so wie es ist, die erzählen dir wohl eher, dass es früher zwar besser war, aber da kannten sie auch nichts anderes. Genau wie die tatsache, dass du dir nicht vorstellen kannst, was in 100 jahren oder so sein wird, du denkst, es ist schon alles erfunden. ich denk auch oft so. Aber weißt du, es wird bestimmt noch einiges erfunden werden. Und klar kommt es uns konfus vor, aber der 1000 jährige hat im 14. Jhd auch nicht gedacht, dass später mal elektrische Webstühle gibt, hat sich da doch auch gedacht, sowasbraucht man nicht. Aber weil sich die Zeit doch verändert, verändert sich das Bedürfnis. Noch spüren wir nicht, dass wir einen Kochenden Kühlschrank brauchen, aber in 50 Jahren denken wir vielleicht, wieso gabs den nicht damals schon, hätte uns nen haufen Arbeit erspart.

Und vermutlich drehen wir uns im Kreis, weißt du was sie rausgefunden haben? Die physikalische größe Alpha verändert sich. D.h. es wird alles anders. Wir laufen vielleicht nicht im Kreis, vielleicht eher im Dreieck?`Wer weiß?

Stellst du dir immer mehr Fragen, nach dem du ein Buch gelesen hast?

wir bauen den Turm in der Hoffnung den Kreis zu durchbrechen und auf einer Sekanten weiterzulaufen. Und wenn es funktioniert, dann denken wir, hey , ich habs geschaft. ich hab den kreis durchbrochen, doch in wahrheit haben wir ihn vergrößert-

Warum sollte es keinen sinn machen diese Dinge, die uns alles erleichtern nicht zu nutzen?dann würden wir doch bloß rückwärts im Kreis laufen.


no.perfect.world / Website (16.7.08 01:07)
Ich denke, es wird nie so sein, dass wir nichts mehr begreifen können. Wir benutzen nur 8-10% von unserem Gehirn. Außerdem verändert sich alles. Auch unsere Denkweise, wenn auch sehr langsam.

Ob es weisheiten gibt.. weiß ich nicht. frag mich nochmal wenn ich hundert bin , oder so.

Die welt kann nicht einstürzen. Nicht durch solche Gedanken, es gibt genug menschen, die nicht so denken. Die werden schon verhindern, dass die Welt zusammenbricht.

Sei doch froh, dass du denkst, dass du Antworten findest. Betrachte es nicht einfach als Belastung. Sondern sieh auch, dass es positive Auswirkungen hat. Stell dir vor, alle würden nur dahin vegetieren und sich keine fragen stellen , nicht denken. Wir würden immer noch in irgendwelchen steinhöhlen wohnen und machen was nur die natur vorschreibt.... Ah, vielleicht ist die Natur der Kreislauf, der uns daran hindert, die grenze zu überschreiten. weißt du. wie damals als die leute sich die erde als scheibe darstellten, wo du runterfälllst. Der Mensch fängt also an zu denken und der erste gedanke ist, fall ich runter und immer so weiter, der kreis wird immer größer und größer. aber findest du nicht, dass es auch so wirkt als würde die Natur zurück schlagen? Mit Naturkatastrophen. Die Natur duldet den menschen, nicht? Beide spielen ein spiel. Die natur gibt die spielregeln, sagt aber dem Mneschen nichts davon. und wenn er zu weit geht , ermahnt sie. Aber der Mensch ist schon fast blind und sieht seinen fehler nicht ein, weil er charakter entwickelt hat. Stolz . Hochmut . Gleichgültigkeit und noch mehr.


no.perfect.world / Website (16.7.08 01:08)
Auch die Zeit ist etwas der natur, der mensch passt sich darin einfach der Natur an. Wir könnten auch den tag anders einteilen, aber vom priziep wäre es immer das selbe.

Fragen langweilen mich nie.Weil es faszinierend ist zu erfahren, was andere sich fragen, auch wenn ich bestimmt nicht alles weiß und nie wissen werde.

Tut mir leid , dass ich jetzt Chaos gemacht habe. Ich konnte nicht schlafen.

Vielleicht sehen wir auch dinge, die gar nicht da sind. Wie in einem virtuellen raum. Keine ahnung. Sowie der Nachtelfirokese

Denkst du ich wäre verrückt?
Grüße
lie

ps: hätte nie gedacht das der eintrag so lange wird ... ist ja fast schon peinlich.

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